Sonntag, 11. Dezember 2011

Bilder


Mein idyllisches luxuriöses Häuschen!

Traumhaft! Und in Wirklichkeit noch viel viel schöner als auf dem Foto ;-)



Ahhh! Achtung Schlange in Litembo!! Sehr giftig!! Die erste wirklich große lebendige Schlange, die ich jemals  in meinem Leben gesehen habe ( im Zoo mal ausgeschlossen)!! Die Afrikaner waren gerade dabei sie zu töten indem sie große schwere Felsbrocken auf sie geschmissen haben!! Die grasgrüne Schlange war ca. 1,5 Meter lang und die Afrikaner meinten sie sei giftig! Also aufgepasst!! Möchte nicht, dass mir mal so eine eines Nachts auf dem Heimweg begegnet!



Eine Zapfsäule, die die Gegen von Litembo verziert! Benutzen kann man sie nicht mehr! War sie überhaupt jemals in Betrieb? Das ist die Frage?! Sieht aber sehr schön aus finde ich zumindest!




Raphael bei seiner Bergmesse! War atemberaubend! Sowohl das hinaufklettern als auch die Messe! Eine wirklich ungewöhnliche Samstagsmesse. Letzten Samstag bin ich nämlich mit ca. 50 Afrikanern auf den Hausberg gepilgert, wo dann auf dem Gipfelkreuz anschließend eine Messe gehalten wurde. Ihr seht richtig, sie haben sogar einen Tisch und einen Stuhl mit auf den Berg getragenJ

Die Aussicht und das Wetter waren fantastisch und mein Sonnenbrand danach auch ;-)



Nele bei ihrem Versuch afrikanisch zu sein ist leider etwas gescheitert! Ich kann es nicht! Das ist schon eine Kunst Sachen auf dem Kopf zu balancieren. Mit Hilfe von den Händen OK, aber ohne macht es bei mir dann doch leider „Plumps“ ;-)

Ich zücke meinen nicht vorhandenen Hut vor allem vor den kleinen Kindern, die z.B. einen vollen Wassereimer ohne Hände auf ihrem Kopf balancieren. Wahnsinn!! Das soll erst mal jemand nachmachen!

Meine Arbeit im Hospital


Ich war bisher leider nur die eine Woche auf der Maternity. In der Pharmazie brauchen sie dringend Unterstützung. Also helfe ich im Moment dort ein wenig aus. Leider habe ich dadurch nicht so viel Kontakt mit den Patienten, aber diese Arbeit muss auch erledigt werden und ich fühle mich auch sehr sehr nützlich. Wir ordnen dort zurzeit alle Regale neu mit Medikamenten in alphabetischer Reihenfolge ein, da die Pharmazie renoviert und umgebaut wurde. Hierfür brauche ich besonders viel Gedult, da ich mit allen Mitteln die alphabetische Reihenfolge durchsetzen möchte und es die Afrikanner nicht so verstehen, dass man dadurch eine viel bessere Ordnung und Übersicht hat. Also benötige ich viel viel viel Gedult.

Auch habe ich inzwischen bei zwei OPs zugeschaut, da ich Fotos für Raphael vom neuen OP machen sollte. Ein 20 jähriger der sich mit einer Kreissäge die Hand abgesägt hat. Sie konnte leider nur noch ab dem Oberarm amputiert werden, da er ziemlich spät erst ins Krankenhaus kam und die Wunde zum einen sich schon entzündet hatte. Zum anderen hatte er schon sehr viel Blut verloren. Die OP hat er überlebt und wir hoffen nun dass alles gut verheilt und sich nichts entzündet. Er wurde schon nach ein paar Tagen wieder entlassen. Warum weiß ich nicht! Normalerweise bleiben solche Patienten auch hier noch etwas länger.

Die zweite OP war ein Kaiserschnitt. Mutter und Baby sind wohlauf und schäkern schon kräftig vor dem Krankenhaus herum! Hier wird ein Kaiserschnitt nicht waagrecht sondern senkrecht gemacht.



Zu Dea‘s Fragen

1)Mit wem wirst du denn Weihnachten feiern? Hildegard? Raphael? Ärzte? Schwestern? Und was habt ihr am Heiligen Abend so vor?
Kirche? Kochen? Singen? Tanzen?

Ich habe mich jetzt entschlossen hier in Litembo meine Weihnachten zu verbringen. Um mal so richtige traditionelle afrikanische Weihnachten mitzuerleben. Natürlich geht man hier auch so wie bei uns in die Kirche. Alles Weitere fällt nicht so groß aus wie bei uns! Wie es genau abläuft weiß ich noch nicht. Pole Pole!

2)Hast du wieder ein Handy? Ich telefoniere zwar nicht, aber für dich wäre es ja wichtig.....wie du in deinen Berichten mal erwähnt hast.

Ach mein Problemthema! Die Afrikaner sagen schon immer wenn sie mich sehn“ Nele in the bush without communication“ J

Ich war in Songea und habe meine Simkarte eigentlich entsperren lassen, aber irgendwie funktioniert sie bis heute immer noch nicht! Den Grund weshalb sie gesperrt ist habe ich leider nicht rausfinden können. Ach das ist Afrika! Ich habe mich an ein Leben ohne Handy mittlerweile gewöhnt und es ist wirklich nicht schlimm!! Im Gegenteil! Ich genieße es auch!

3) Was gibt es denn für typische tansanische Namen? Wie heißen die Babys die bei euch auf die Welt kommen?


Also die Nachnamen sind fast alle gleich! Es steht zur Auswahl Komba, Kapinga, Ndunguru, Ndimbo!

An Vornamen gibt es ähnliche wie bei uns! Aber viele gelten auch schon als sehr altmodisch bei uns! Aber wenn die Kinder größer sind ist es auch üblich seinen Namen zu wechseln oder auch einfach für alles seinen Spitznamen zu verwenden. Hier bekommt fast jeder einen speziellen Spitznamen mit Eigenschaften … die auf einen zutreffen.

Das merke ich bei meinen Computerschülern, wenn ich jemanden Frage wie er oder sie heißt, dann heiß sie im einen Moment so und im nächsten wieder so!! Oder sie sagen ich heiße so, so oder so! Das bedeutet ich kenne immer noch nicht alle beim Namen!! Wahhh!!! Da verzweifle ich schon des Öfteren! Aber man soll ja niemals aufgeben ;-)


4)Hast du dir schon Zöpfe flechten lassen?

JA schon ganz am Anfang! Ca. 4 Stunden hat es gedauert! Und 1,5 um sie wieder auf zu machen! Das Flechten war nicht so schmerzhaft wie  das Aufmachen. Mir sind danach auch ganz schön die Haare ausgegangen. Und das erste Mal als ich mit diesen Zöpfen einschlafen musste war es ganz schön unangenehm und auch ziemlich schmerzhaft.

Ich werde es aber trotzdem nochmal machen lassen!


5)Wirst du von den Patienten oder Angestellten des Krankenhauses akzeptiert? Oder geht man eher auf Distanz.


Natürlich fällt man als mzungu auf und wird auch immer etwas anders behandelt! Aber inzwischen haben sich Viele daran gewöhnt, dass ich nichts „Besonderes“ sein möchte, sondern einfach nur so akzeptiert werden will wie sie sich auch untereinander. Den Mzungu kann ich aber leider niemals ganz ablegen. Ach wäre es manchmal doch schön, wenn man seine Hautfarbe mal schnell ablegen und ändern könnte.


6) Was macht die Regenzeit?

Die Regenzeit beginnt und macht so ihren Regen! Es regnet und regnet und dann kommt mal wieder die Sonne. Danach regnet es wieder und wieder und irgendwann kommt auch mal wieder die Sonne zum Vorschein. Nein soo schlimm ist es noch nicht! Ab und zu regnet es, aber dann gibt es auch wieder die schönen sonnigen Tage. Die Regenzeit beginnt so langsam aber sicher!

Sonntag, 4. Dezember 2011

Der Keki-Tanz


Ein KUCHEN ist hier etwas ganz ganz besonderes! Er wird nicht als etwas Selbstverständliches wie bei uns hingenommen. Der Kuchen wird wortwörtlich gefeiert. Er stellt fast so etwas wie den Höhepunkt des Festes dar. Er wird auf Händen in den Raum getragen und hinter ihm folgt eine Schlange von Personen, die dabei ausgelassen tanzen und singen. „Kekii, Keki, Kekii“ Die übrigen Personen im Raum singen ebenfalls mit und klatschen im Rhythmus. Das ganze dauert einige Minuten. Bis er durch den gesamten Raum getragen wurde und jeder ihn auch wirklich bestaunen konnte.

Alle Blicke richten sich nun auf den Anschnitt. Jeder bekommt ein klitze kleines Stückchen von dem Kuchen. Dieses Stückchen wird jedoch von ganzem Herzen genossen.

Ein Kuchen ist wirklich etwas sehr besonderes hier!! Er wird mit sehr viel liebe gebacken und mit noch mehr liebe gegessen!!

Diese „Zeremonie“ habe ich inzwischen schon 2-mal miterleben dürfen. Zum einen als der Bischof in Litembo zu Gast war und jetzt auf dem Geburtstag von Bernadetas Mutter. Für diesen Geburtstag haben Bernadeta und ich zusammen einen Kuchen gebacken. Es war das erste Mal, dass sie einen Kuchen gebacken hat. Es war etwas wirklich Besonderes für sie und ihre Mutter, die einen Kuchen zum Geburtstag geschenkt bekommen hat.

Normalerweise wird hier ein Geburtstag überhaupt nicht gefeiert. Es gibt natürlich Ausnahmen, dies war auch eine. Es war eine Überraschungsfeier für die Mutter. Bernadeta hat die Feier heimlich organisiert. Sie hat sich wirklich ins Zeug gelegt und es gab diverse Leckereien. Bei Reis angefangen über Kartoffeln und Kochbananen. Auch gab es Tomatensoße und Tomatensalat. Als weiteren Höhepunkt hatte sie auch noch ein Huhn geschlachtet. Sie hatte sogar extra einen Fotographen engagiert. Es war der Mutter ihr erster Geburtstag der jemals so gefeiert wurde. Mit 46 Jahren! Sie war glaube ich ziemlich stolz auf ihre Tochter, was sie auch wirklich sein kann!  

Ein Kuchen stellt hier noch etwas sehr Besonderes dar. Leider ist das oftmals bei uns nicht mehr so der Fall. Wenn ihr in Zukunft einen Kuchen esst, dann denkt doch bitte an andere Menschen auf unserer Erde, die sich diesen Luxus nicht leisten können und genießt ihn wenigstens für sie mit! ;-)

Mittwoch, 30. November 2011

Wie wäre es mal mit einem etwas anderen Weihnachtsgeschenk?!


Es gibt Dinge in unserem Leben, die im Alltag ziemlich klein erscheinen, aber in Wahrheit groß sind. Was diese Dinge an Wert haben, haben wir leider oftmals verlernt. Wir haben sie mit der Zeit verlernt schätzen zu lernen. Zum Beispiel haben wir rund um die Uhr STROM, WASSER und MEDIZINISCHE VERSORGUNG!!! Wie wertvoll diese „EINFACHEN“ Dinge sind, wird einem leider manchmal erst klar, wenn man Orte auf unserer Erde kennen gelernt hat, bei denen diese „einfachen“ Dinge nicht so einfach sind. 



Bei uns beginnt die Weihnachtszeit. Es beginnt die Zeit des Schenkens, der Nächstenliebe und der Besinnlichkeit. Vielleicht geben meine Berichte so manchem von euch einen Impuls sich darauf zu besinnen, dass es Menschen gibt, für die unsere Selbstverständlichkeiten einen großen Luxus darstellen. Wie wäre es, wenn ihr dieses Jahr anstatt in teure Weihnachtsgeschenke zu investieren, „einfach mal“ diesen Menschen ein kleines Geschenk macht?!

Ich habe mich mal ein wenig über sinnvolle Spendenprojekte informiert. Es gibt hier mehrere Möglichkeiten sein Geld sinnvoll und auch nachhaltig zu investieren.

Zum einen hat das Krankenhaus folgendes Problem. Zu wenig Personal. Das Litembo Hospital ist kein staatliches Krankenhaus. Es muss sich um sein Personal also selber kümmern. Problem: das Einkommen des Personals beträgt weniger, wie das bei den staatlichen Krankenhäusern. Um das Krankenhaus für Personal reizend zu machen, wurde ein Kleinkreditprojekt für die Angestellten des Hospitals eingeführt. Dafür benötigt das Krankenhaus Gelder.

Zum anderen werden gerade für den Bau einer Laborschule in Litembo Spendengelder gesammelt. Ich unterrichte ja schon Laborschüler in Computern, ein eigenes Schulgebäude haben sie noch nicht. Sie sind zurzeit noch ausgelagert im Kindergarten und der Grundschule...Diese sind jedoch nur Übergangslösungen, da diese Räume für die vielen Grundschüler benötigt werden.

Auch werden IMMER Gelder für neue Medikamente benötigt!! Diese sind hier knapp vorhanden, da sich der Nachschub leider öfter verzögert!

 
Ich habe auch gehört, dass für die Energieversorgung der Teich für das Kraftwerk als Speichersee vergrößert werden soll - damit die Generatoren länger betrieben werden können und der Dieselverbrauch eingeschränkt werden kann und somit auch die hohen Dieselkosten. Das Problem sind vor allem die Speichermöglichkeiten für den erzeugten Strom (Batterien etc...) deshalb mehr Energiegewinnung durch mehr Wasservorrat.

Es gibt einige Baustellen an denen man ansetzen kann und großes bewirken kann!! Nur braucht man hierfür leider wie es halt so ist „Knete“.

Auch mit kleinen Dingen kann man viel bewirken!!

Malaria gut überstanden!!!

Inzwischen bin ich wieder voll einsatzfähig!! Meine Malaria war wirklich nicht schlimm. Ich war sehr erstaunt, dachte nämlich, dass Malaria viel schlimmer wäre. In Deutschland wird sie immer für so gefährlich dargestellt. Hier ist das etwas ganz alltägliches. Natürlich darf man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aber in Deutschland übertreiben wir auch ein wenig. Ich hatte allerdings Glück im Unglück. Meine Malaria war eine Leichte und keine von den Schlimmeren.  Es gibt auch andere!! Wir Deutsche haben auch ein normales, gesundes Abwehrsystem. Während ein kleines Afrikanerkind sehr schnell an einer Malaria sterben würde, da sein Abwehrsystem noch nicht so ausgeprägt ist. Die älteren Afrikaner haben auch oftmals schon Antikörper gegen bestimmte Malariaparasiten gebildet.

Sonntag, 20. November 2011

Mein Verandaausblick!!!!


Genießt Ihn!!!

"Afrikaner lutschen keine Bonbons mit Papier"


Am Montag hatte ich meinen ersten Arbeitstag auf der Maternity. Auch hier sollte ich gleich den Müttern Zugänge legen. Ich hatte eine gute Lehrerin die mir alles sehr gut erklärte. Und so werde ich es nächstes Mal evtl. wagen. Ich hatte einen Glückstag erwischt. Innerhalt kürzester Zeit 3 Geburten mit 3 süßen, gesunden weißen Babys. Jetzt war ich nicht mehr der einzige Wazungu auf der Station, sondern habe Verstärkung bekommen. 3 weitere Wazungus. Am Anfang sind alle Dunklen nämlich weiß. Erst mit der Zeit (nach ein paar Tagen) werden sie dunkel.

Die Geburten verliefen reibungslos. Die Mütter waren alle so tapfer. Keine hat auch nur einen Mucks von sich gegeben während der Geburt. Kein Geschrei, nichts außer Stille. Sie verhielten sich so, als würden sie das ständig machen. Irgendwie stimmt das ja auch. Aber trotzdem sind das ja ziemliche Schmerzen für eine Frau.

Eine der Mütter (35 Jahre) hatte auch schon fünf Kinder, alles Mädels, da war natürlich ihre Freude groß, als ich ihr ihren Jungen überreichte. Ein goldicher kleiner Kerl.

Für eine Andere war es die erste Geburt. Aber trotzdem verhielt sie sich so, als ob sie nie etwas anderes gemacht hatte. Auch sie war ganz ruhig. Nach der Geburt fragte ich nach ihrem Alter. 16!!!! Und doch schon so erwachsen und so tapfer! Respekt! Ihr Mädchen war das Größte der drei Babys, hatte allerdings eine Augenentzündung auf einem Auge. Aber inzwischen geht es ihm gut.


Die dritte Geburt verlief ähnlich der anderen. Es war auch die erste Geburt einer 20 Jährigen.

Eine Geburt verläuft folgender Maßen ab. Die werdenden Mütter kommen in einen Raum mit zwei Betten. Legen sich auf eine der Pritschen und sagen „das Baby kommt gleich“. Dann folgt in kürzester Zeit die Geburt. Als Nächstes wird die Nabelschnur gekappt, noch drauf gewartet bis die Plazenta draußen ist und dann wird auch schon aufgestanden und mit dem Baby zusammen der Raum verlassen.

Dienstags musste ich nach Mbinga wegen meines Visums. Natürlich habe ich diese Chance genutzt um auch wieder ein wenig einzukaufen. Obst, Plätzchen von der Bäckerei und wie jedes Mal war ich auch bei Samuel eine Cola trinken. Sein Geschäft ist ein typischer kleiner Container indem es fast alles gibt.


Inzwischen fängt es gegen Nachmittag ab und zu an zu gewittern und zu regnen. Die Regenzeit kündigt sich wohl so langsam aber sicher an.


Am Mittwoch war ich nur kurz auf der Maternity, da wir den versäumten Computerunterricht von gestern auf heute verschoben haben. An diesem Tag fühlte ich mich schon nicht sehr wohl.

Ab Donnerstag hieß es dann, für mich das erste Mal, im Bett liegen bleiben. Etwas Fieber, Gliederschmerzen und dauerhafte Müdigkeit plagten mich nun. Keine Arbeit heute!!! Heute war Bettruhe angesagt!! Mit einem Malariatest wollte ich noch einen Tag abwarten. Abends ging ich allerdings auf das kleine spontane Geburtstagsessen für Raphael, das Hildegart und Ich geplant und organisiert hatten. Ich hatte einen Kuchen gebacken, Tomatensalat und Avokadocreme gemacht. Hildegart hat Pommes, Hähnchen und eine fantastische Wurst, Fisch, Obst… Platte gemacht. Es war ein wirklich netter Abend.


Aber danach war ich platt und reif fürs Bett. Am nächsten Morgen ging es mir leider noch nicht besser und ich machte mich auf ins Krankenhaus für einen Malariatest. Diagnose - Ja Malaria. Meine Symptome sprachen auch dafür. Vor allem das Fieber. Aber da ich eine Weiße bin wurde kurz darauf natürlich noch mal einer gemacht. Kein Malaria! Na toll! Was soll ich jetzt glauben?!? Das konnte ich mir nun aussuchen. Jeder im Krankenhaus fragte mich, ob ich ein Moskitonetz habe und warum ich es nicht benutzen würde. Sie verstehen es nicht, dass man auch gestochen werden kann, wenn man bei Dunkelheit z.B. draußen herumläuft... Die Mücken stechen einen ja nicht nur, wenn man im Bett liegt!

Auch gehen die Gerüchte herum, dass wenn man unter einem Moskitonetzt schläft, die Männer impotent und die Frauen unfruchtbar werden. Dies ist auch ein Grund warum viele zum Schlafen keine Netzte verwenden.

Hildegart und Doktor Majura meinten ich solle Malariamedikamente nehmen, da meine Symptome eindeutig seine. Also lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

 Allerdings machte ich heute  trotzdem meinen Computerunterricht. Danach konnte ich mich noch genug ins Bett legen. Die Hochzeit morgen von Doktor Wella, auf der ich eingeladen war, konnte ich jedoch vergessen. Ich war viel zu schwach um bis nach Songea zu fahren, geschweige denn den ganzen Tag und die ganze Nacht eine Hochzeit zu feiern.


Den Samstag verbrachte ich somit bei Hildegart, mit Computerunterricht und natürlich wieder im Bett. Ich hatte immer noch Fieber, war schlapp und kraftlos und hatte meine Gliederschmerzen. Mein heutiger Tag sieht nicht viel anders aus, außer dass der Unterricht wegfällt.

Ich melde mich bald wieder,

badai

Eure Nele

Ach zum Thema AIDS

Ich hab eine Antwort auf eine meiner Fragen gefunden, warum die Menschen hier keine Kondome verwenden. Kondome kann man nämlich überall kaufen, auch hier in Litembo!!!

Als Antwort bekam ich (mal fei übersetzt):“ Man lutscht ja auch kein Bonbon mit Papier!“ Soviel hier zum Thema Kondome. Ich musste und muss immer noch darüber lachen. Irgendwie ist es doch ziemlich witzig, was die Menschen hier manchmal für Einstellungen haben und was für Vergleiche sie ziehen.